Motorradtour durch die Schwäbische Alb

Die "Blautopftour" ab Blaubeuren durch die Schwäbische Alb, Donautal und Großes Lautertal

Bewertung

Bewertung

Streckenlänge: ~ 350 km
Reine Fahrzeit: ca. 5 1/2 Std.

Stand: April 2009

Landschaftlich sehr reizvolle Tagestour und der Fahrspaß kommt auch nicht zu kurz.
Bei der Planung die Sperrung am "Lochenpass" für Samstag, Sonntag und Feiertage beachten.

Weitere Tourbilder

Am Blautopf
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Donautal
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Großes Lautertal
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Kehre bei Hütten
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Eine Motorradtour auf der Schwäbischen Alb

Die Motorradtour durch die Schwäbische Alb beginnt am Blautopf in Blaubeuren. Die Tour führt teilweise über typische Albhochflächen und vorbei an imposanten Jurafelsen. Für Interessierte liegen das Ostereiermuseum in Sonnenbühl-Erpfingen und die Burg Hohenzollern bei Hechingen als Besichtigungsmöglichkeiten auf der Route. Oft führt die Runde über kurvige Landstraßen. Die Fahrt durch das Donautal und das Große Lautertal zählt sicherlich zu den landschaftlichen Highlights der Tour.

Wie kommt das Blau in den Blautopf wird sich manch einer fragen, wenn er das intensive Farbenspiel betrachtet. Die Legende sagt, dass täglich ein Fass Tinte hineingeschüttet wird. Tatsächlich rührt die Farbe von den besonderen Streuungseigenschaften des kalkgesättigten Wassers her.
Die Schwäbische Alb verfügt über ein natürliches Kanalisationssystem. Durch ein riesiges Höhlensystem wird das versickernde Regenwasser aus einem sehr großen Einzugsgebiet zur Karstquelle des Blautopfs geleitet, welche in 22 m Tiefe liegt. Durch den hohen Wasserdruck entstand der Quelltopf in Form eines Trichters.

Blautopf in Blaubeuren
Der Blautopf in Blaubeuren Vergrößern
Hanner Steige
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Die Tour beginnt am „Blautopf“ in Blaubeuren. Leicht kurvig führt mich die gut ausgebaute B28 westwärts bis zum Abzweig zur B465. Dort geht es weiter Richtung Kirchheim Unter Teck. Bei Gutenberg endet die Bundesstraße und geht in eine sieben prozentige, kurvige Gefällstrecke über. Wenig später erreiche ich Unterlenningen und biege links Richtung Hochwang ab. Die Straße führt entlang den mit Schutzdrähten gesicherten Felswänden schön kurvig hinauf nach Hochwang. Über die Weiler Steige geht es genauso kurvig wieder hinunter nach Beuren.

Kurz darauf in Neuffen wird meine geplante Route von einer Umleitungsstrecke zunichte gemacht. Ich sehe zwar voller Vorfreude den Zickzackkurs der Neuffener Steige nach Hülben auf dem Display meines Navis, bin aber gezwungen mit der Umleitungsstrecke über Kohlberg und Dettingen An Der Erms Vorlieb zu nehmen (In der GPS-Datei ist die ursprünglich geplante Route enthalten).

Höhenstraße Hanner Steige
 Höhenstraße Hanner Steige Vergrößern
Talblick bei Salmendingen
Talblick b. Salmendingen  Vergrößern

Wenigstens bietet die Umleitungsstrecke auch ein paar leichtere Kurven auf dem Weg nach Bad Urach. Hier bietet sich für Interessierte ein kurzer Abstecher zum Bad Uracher Wasserfall an. Ich verlasse die Stadt in südlicher Richtung um gleich nach dem Ortsende rechts auf die Hanner Steige abzuzweigen. Kurvig geht es durch drei satte Kehren hinauf auf eine Höhenstraße. Diese zertalte Hochebene ist typisch für die Schwäbische Alb und bietet immer noch einen leicht kurvigen Verlauf.
Ich erreiche Würtingen und angenehme Schwünge führen mich wie auf einer Kammstraße über Ohnastetten nach Holzefingen. Die nächsten zwei Kilometer führen kurvig bergab nach Unterhausen. Ich streife kurz das Stadtgebiet von Pfullingen am Fuß der Schwäbischen Alb bevor es auf die Stuhlsteige geht. Die Steige bietet puren Fahrspaß und bringt mich nach Genkingen, danach genieße ich die lang gezogenen Kurven nach Grossengstingen.

Kurze Zeit später bin ich in Erpfingen, einem Stadtteil von Sonnenbühl. Ostereier-Fans sollten sich hier einen Besuch des Ostereiermuseums nicht entgehen lassen. Über Stetten und Melchingen komme ich anschließend nach Salmendingen. Vor mir liegt einmal mehr ein herrlicher Blick in eines der typischen Täler der Alb.

Burg Hohenzollern
 Burg Hohenzollern Vergrößern
Bei Pfeffingen
Bei Pfeffingen  Vergrößern

In Ringingen drängt mir ein Umleitungsschild den Weg über Burladingen nach Hausen im Killertal auf. Wieder auf Kurs stehe ich in Hausen vor . . . na, was wohl? Richtig, dem nächsten Umleitungsschild. Dass heute auf der Schwäbischen Alb „Tag der Umleitung“ ist, hätte mir auch jemand sagen können. Die Wegweisung führt mich über einen kleinen Umweg nach Onstmettingen.

Kurz darauf nehme ich Kurs auf die Burg Hohenzollern. Kurz nach Thanheim wird der Blick auf die Gipfelburg, welche auf einer Höhe von 855 m liegt, frei. Teilweise schön kurvig geht es hinauf zur Burg, die den Stammsitz des Fürstengeschlechts der Hohenzollern markiert und sich in Privatbesitz befindet. Mit über 300.000 Besuchern zählt sie zu den schönsten und meist besuchten Burgen in Europa.

Ich fahre von der Anhöhe wieder hinunter und folge dem kurvigen Teerband nach Pfeffingen. Hier glaube ich langsam daran, das Opfer von vorgezogenen Freinachtscherzen geworden zu sein: Die nächste Umleitung! Ich kann nicht die scheinbar recht kurvige Strecke über Zillhausen nach Weilstetten benutzen, sondern muss stattdessen den Umweg über Lautlingen nehmen.

Lochenpass
 "Lochenpass"  Vergrößern
Zwischen Bärenthal u. Donautal
Bei Bärenthal  Vergrößern

Von Weilstetten geht es über den Lochenpass nach Tieringen. Diese Bergstrecke ist im Sommer an Samstagen, Sonn- und Feiertagen in dieser Richtung für Motorräder leider gesperrt. Offenbar haben es wieder ein mal ein paar Unverbesserliche geschafft, den dortigen Anwohnern einige gute Gründe für Beschwerden zu liefern, die dann letztendlich zu dieser Sperrung geführt haben. Nach dem Lochen nähere ich mich auf der kurvenreichen Landstraße langsam dem Donautal.

Die Fahrt geht über Nusplingen und Bärenthal macht richtig gute Laune. Dass es noch einen Tick besser geht beweist gleich darauf der Abschnitt zwischen Bärenthal und Beuron im Oberen Donautal: Kurvengeschaukel und der imposante Anblick des Benediktinerklosters gehen hier eine traumhafte Symbiose ein.

Kloster Beuron
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Donautal
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Nach Passieren des Klosters beginnt ein optisches und fahrerisches Highlight der Tour. Entlang an den hoch aufgeschossenen Jurafelsen im Donautal macht sich auf den harmonisch geschwungenen Kurven ein Gefühl der Zufriedenheit breit. Als Tourenfahrer am Ziel aller Wünsche angekommen? Vielleicht nicht, aber ein Stückchen näher schon. Über Hausen Im Tal und Neidingen schwebe ich nach Thiergarten und komme in Versuchung sofort wieder umzudrehen.

Zum Glück stoppt die fortschreitende Zeit meinen Rückwärtsdrang, denn vor mir liegt ein ca. vier Kilometer langer „Motorradspielplatz“. Diese Straße zwischen Thiergarten und Stetten muss ein Motorradfahrer gebaut haben – einfach genial. Da bleibt für Fotos natürlich keine Zeit oder war es doch eher keine Lust anzuhalten?

Bei Kaiseringen
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Bei Mörsingen
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Ähnlich fein sind die nächsten Kurven auf meinem Weg von Stetten über Kaiseringen nach Winterlingen. Auch die nächsten 20 Kilometer über Veringendorf und Hettingen nach Gammertingen garantieren puren Tourenspaß in dieser wunderschönen Landschaftskulisse. In Gammertingen biege ich ostwärts nach Ittenhausen ab und erreiche wenig später Pflummern. Wieder liegt ein sehr angenehm zu fahrender Tourabschnitt hinter mir.

Die Landschaft begeistert immer wieder aufs Neue. Bei Pflummern biege ich links ab und komme über Mörsingen nach Zwiefalten. Die Strecke wird links und rechts des Öfteren von steilen Felshängen gesäumt und bietet dadurch auch einen recht kurvigen Verlauf.

Sonderbucher Steige
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Hinweisschild im Großen Lautertal
Hinweisschild Vergrößern

In Zwiefalten führt mein Weg dann auf die Sonderbucher Steige (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Steige, die vom Blautopf ins dortige Sonderbuch führt). Die Steige ist wieder ein sehr schönes Beispiel für die typischen Albhochebenen der Schwäbischen Alb. Ein paar Kilometer weiter, bei Indelhausen, führt die Tour ins Große Lautertal.

Die Wacholderheiden, Felsen und Burgen sind wieder ein mal der Beleg für die typische Landschaft auf der Schwäbischen Alb. Es bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Motorradfahrer an die Hinweisschilder halten, um diese landschaftlich herrliche Strecke für die motorisierte Zweiradfraktion zu erhalten. Bei Buttenhausen biege ich rechts ab und verlasse das Große Lautertal.

Bei Apfelstetten
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Bei Gundershofen
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Über eine schmale Landstraße geht es über Apfelstetten zur B465. Der Belag ist zwar nicht im allerbesten Zustand, aber der Verlauf bietet ein paar interessante Kurven. Nach knapp zwei Kilometern auf der Bundesstraße verlasse ich diese wieder. Schon befinde ich mich wieder auf einer kurvigen Landstraße in Richtung Gundershofen und Hütten. Dort biege ich links nach Justingen ab. Die Strecke überrascht mit schönen Kurven und zwei knackigen Kehren. Die Landstraße führt weiter nach Schelklingen. Von dort führt mich die B492 wieder zurück nach Blaubeuren, dem Ausgangspunkt der Tour.

Karte zur Tour


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