Motorradtour durch die Rhön
Gleich durch drei Bundesländer führt diese Tagestour. Die Rhön
verteilt sich auf Hessen, Thüringen und Bayern. Bei meinem ersten Ausflug durch
die Rhön im September 2007 ging es häufig auf verkehrsarmen Nebenstraßen inkl.
einer kurzen Off-Road-Einlage (für jeden Fahrer bzw. Fahrerin machbar) durch die
herrliche Kulturlandschaft der Rhön. Unbewaldete Bergkuppen, Moore und die üppige
Vegetation in den Tälern geben der Rhön ihren besonderen Reiz und machen aus ihr
eine äußerst beliebte Motorradregion.
Die Tour startet in Jossa und führt zunächst nach Obersinn. Bei Burgsinn
biege ich links ab und folge der schmalen Straße, die sich dort in den Wald
schlängelt. Es folgt ein wunderbares Waldstück bis Gräfendorf. Hier führt mich die kurvige, schmale Ortsverbindungsstraße auf einer
17-prozentigen Gefällstrecke weiter über Wartmannsroth nach Schwärzelbach. Der
Streckenabschnitt bietet auch eine sehr schöne Fernsicht in den Naturpark
Bayerische Rhön. Nach Schwärzelbach geht es auf einer Kleinstlandstraße weiter
in Richtung B27. Ich biege nach rechts auf die Bundesstraße ab um diese nach
ca. 600 m in Richtung Frankenbrunn wieder zu verlassen. Die Landschaft bietet hier
links und rechts der Straße lediglich weite Felder und Wiesen. Obwohl ich mich
hier nicht einmal 300 m üNN befinde, habe ich das Gefühl auf einer Höhenstraße
zu fahren.
Nach Reith biege ich rechts ab in einen
schlaglochverzierten Waldweg, der dann in einen unbefestigten Weg übergeht. Aber
keine Angst: Der Off-Road-Ausflug ist nur von kurzer Dauer und für jeden Fahrer/in
und Maschine machbar. Wer sein Moped sauber halten will, sollte die
Route fürs Navi entsprechend abändern und auf der Staatsstraße bleiben.
Ich erreiche Oberthulba, überquere die Staatsstraße und auf schön geschwungenen
Kurven komme ich nach Wittershausen. Das anschließende Stück nach
Bad Kissingen
führt zwar sehr schön durch den Wald, weißt aber ein gewisses Schräglagendefizit
auf. Einrastende Lenkkopflager finden den Weg praktisch allein nach Bad
Kissingen. Am Ortsende von Bad Kissingen folge ich links der Beschilderung nach Massbach. Schön kurvig führt die Landstraße durch den Wald zur B19. An der B19
angekommen biege ich links ab um nach gut einem Kilometer die Bundesstraße
wieder in Richtung Massbach zu verlassen. Die Tour führt zunächst schön kurvig
nach Rannungen. Der Tourabschnitt von Ranningen nach Massbach bietet zwar nur
wenige Kurven, aber dafür eine herrliche Fernsicht.
Die Strecke von Massbach nach Weichtungen ist offenbar wie für
Motorradfahrer gemacht. Harmonisch geschwungene Kurven in herrlicher Landschaft.
Wie auf einer Hochebene gelegen führt die Straße über Wermerichshausen weiter
nach Kleinwenkheim. Dort folge ich der Beschilderung nach Maria Bildhausen. Erst
geht es durch weite Felder bis die kurvige Straße wieder in den Wald führt. Kurz
nach Maria Bildhausen biege ich rechts ab und die Strecke führt mich nach
Rheinfeldshof. Herrlich kurvig geht es auf der Landstraße nach Rödelmaier. Ich
überquere die A71 und finde kurz Zeit die armen Menschen in ihren bunten
Blechdosen zu bemitleiden. Die kurvige Strecke bis Heustreu macht richtig Spaß.
Auch der weitere Tourenverlauf über Wollbach und Unsleben bringt reichlich
Fahrspaß bis es dann völlig unspektakulär auf der B19 nach Mellrichstadt geht.
Von Mellrichstadt folge ich zunächst der Beschilderung nach Frickenhausen, biege
dann aber rechts nach Ostheim vor der Rhön ab. Vor Ostheim führt mich die Route
dann auf einer sehr schmalen geteerten Straße Richtung
Sondheim vor der Rhön.
Lang gezogene Kurven durch den Wald bringen mich über Sondheim nach Stetten, wo ich
links Richtung Hausen abbiege. Nach Hausen erwartet mich eine Kleinststraße und
ich erreiche nach ein paar Kilometern auf der Hochrhönstraße das
Schwarze
Moor. Dieses 60 ha umfassende Moor, in dem kein Torfabbau betrieben wird, steht
seit 1939 unter Naturschutz. Für Besucher wurde ein Rundwanderweg mit
Hinweistafeln angelegt sowie ein 17 m hoher Beobachtungsturm errichtet. Vom Schwarzen Moor nach Seiferts geht es in den Naturpark
Hessische Rhön und ich gelange über die Höhenstraße nach Seiferts. Auf der B278
geht die Tour über Hilders nach Lahrbach. Die Bundesstraße ist sehr gut
ausgebaut und es bleibt genügend Zeit die herrliche Landschaft zu genießen. In
Wendershausen biege ich rechts ab und erreiche Dippach und Unterweid. Danach
wird der Fahrbahnbelag merklich schlechter aber immerhin geht es sehr kurvig
bergauf. Am nächsten Abzweig biege ich links ab und die Straße führt mich
angenehm kurvig hinunter nach Kaltenwestheim. Nach ein paar Minuten erreiche ich
die B285 und somit auch Kaltensundheim. Richtung Süden folge ich dem Verlauf der
Bundesstraße nach Fladungen und freue mich über diesen kurvigen und sehr
angenehm zu fahrenden Tourenabschnitt.
Nach Fladungen geht die Tour schön kurvig durch ein
Waldgebiet nach Sands und ebenso schön weiter nach Wilmars. Kurz darauf bin ich
in Stedtlingen und folge der Straße in Richtung Hermannsfeld. Kurz vor Sorghof
biege ich allerdings links nach Haselbach ab. Ich lande auf einer herrlich
schmalen Landstraße und komme nach Gleimershausen. Über Herpf komme ich kurz
darauf nach Meiningen. Das folgende Stück auf der B19 von Meiningen nach
Wasungen gehört mit Sicherheit nicht zu den Highlights der Tour. Auf nagelneuem
Untergrund geht es anschließend angenehm kurvig über Mehmels nach Oepfershausen
durch die Vorderrhön. Gemütliches Landstraßecruisen ist angesagt und die Route
führt mich über Eckardts und Wiesenthal nach Dermbach. Die Strecke führt mich
dann weiter nach Oberalba und weiter auf teilweise sehr schlechtem Untergrund
über Geblar nach Geisa (Update 4/2009: Nach Mitteilung
eines Lesers wurde der Streckenabschnitt zwischenzeitlich neu geteert und
befindet sich größtenteils in einem sehr gutem Zustand). Hier an der hessisch-thüringischen Grenze komme ich vorbei an der Gedenkstätte Point Alpha. Zu Zeiten des Kalten Krieges
war dies einer der wichtigsten Beobachtungsstützpunkte der Amerikaner in Europa.
Bei Rasdorf fahre ich für ein kurzes Stück auf die B84. Kurz
vor Neuwirtshaus verlasse ich die Bundesstraße in Richtung Haselstein
und Nüsttal. Vor Morles führt ein schön kurviger Streckenabschnitt nach
Hofbieber. Der weitere Tourverlauf ist wieder etwas für Kleinststraßenliebhaber.
Ich genieße den kurvigen Straßenverlauf und die herrliche Aussicht auf dem
Hochrhönring und komme über Langenbieber, Wolferts und Steinwand zur B485, der
ich dann bis Dietges folge. Wieder auf dem Hochrhönring steuere ich von Dietges
aus in Richtung Wasserkuppe. Hier auf dem höchsten Berg in der Rhön mit 950 m üNN treffen sich Freunde des Segel- und Motorsportfluges genauso wie die
Anhänger des Gleitschirmfluges und Modellflieger. Die Wasserkuppe ist aber nicht
zuletzt auch einer der beliebtesten Motorradtreffpunke in der Rhön.
Von der Wasserkuppe fahre ich auf dem Hochrhönring hinunter und biege rechts auf die B284 nach Gersfeld ein. Mit nur 10 km Länge dürfte die B284 eine der kürzesten Bundesstraßen in der Republik sein und bietet zudem noch kurvigen Fahrspaß. In Gersfeld nehme ich Kurs auf Bad Brückenau. Auf der B279 komme ich zunächst nach Oberweissenbrunn. Hier verlasse ich die kurvige Bundesstraße und komme über Wildflecken nach Bad Brückenau. Von hier aus geht es dann auf der Landstraße die letzten Kilometer der Tour wieder zurück nach Jossa.
Karte zur Tour:
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Thomas von www.tm-accessories.de schrieb mir am 27.09.2009 zu dieser Tour: "Hallo! Vielen Dank für diese Seite - ich habe gestern mit einem Freund die Rhöntour abgefahren und was soll ich sagen: perfekt! An einem Großteil der Straßen wäre ich vermutlich nur vorbeigefahren. Schöne Strecke, schöne Landschaft - kurzum, es war ein perfekter Tag!" Danke für diese Nachricht und die Erlaubnis sie zu veröffentlichen. |















