Motorradtour Vogelsberg und Schottenring
Die Tour beginnt im Naturpark Spessart, genauer gesagt in Jossa. Das kleine gemütliche Dorf liegt direkt an der bayerisch-hessischen Grenze. Die Tour führt mich zunächst Richtung Marjoss. Hier biege ich rechts nach Steinau a. d. Straße ab.
Dieser Streckenabschnitt führt zunächst ein paar Kilometer schön kurvig bergauf, bis es dann ebenso kurvig bergab nach Steinau geht. Ich verlasse die Stadt der Brüder Grimm in südlicher Richtung und komme über Seidenroth nach Alsberg. Dieser Streckenabschnitt bietet zwar so manch enge Kurve, dafür aber auch oftmals einen holprigen Untergrund. Die nächsten ca. 15 Kilometer durch den Hessischen Spessart führen entspannt nach Bad Orb. Knackige Kurven sucht man auf diesem Tourenabschnitt vergeblich und es bleibt genügend Zeit die herrliche Landschaft zu genießen. Nach Bad Orb geht es ziemlich geradlinig hinunter zur B276. Hier folge ich den Wegweisern Richtung Wächtersbach und Schotten.
Die B276 bringt mich herz- und kreislaufschonend
nach Neuenschmidten. Hier biege ich links nach Spielberg ab. Schön kurvig und
bergauf durch den Wald ist dieser Streckenabschnitt eine willkommene
Abwechslung. Danach schlängelt sich die schmale Landstraße schräglagenfreundlich
durch Felder und Wiesen nach Wittgenborn. Hier beginnen ca. 13 herrliche
Kilometer bis zur B457. Leichtes Kurvengeschaukel ohne Ortsdurchfahrten in dieser
wunderschönen Landschaft. Ich fahre rechts auf die B457. Die sechs bis sieben
Kilometer bis Büdingen sind meistens mit Tempo-70-Schildern und
Überholverbotsschildern verziert. Auf der B457 führt mich die Route anschließend
über Büches und Bleichenbach nach Selters, wobei nach Bleichenbach ein paar
schöne Kurven geboten werden. Bei Selters spüre ich eine gewisse Trockenheit in
meinem Mund und biege durstig rechts in die B275 ein.
Die Bundesstraße bietet im
folgenden Tourenabschnitt bis Gedern leichte Kurven und entspanntes Fahren, als
wolle mich die Straße auf den kommenden Streckenabschnitt auf der „Route 276“
nach Schotten behutsam vorbereiten. Hier beginnt der Tanz auf Europas größten
erloschenen Vulkan. Die B276 mit ihren satten Kurven zählt zu Recht zu den
schönsten Bundesstraßen für Biker und Tourenfahrer in ganz Deutschland.
Auf der „Route 276“ geht es dann weiter von
Schotten nach Laubach. Am Straßenrand finden sich Hinweisschilder mit aktuellen
Zahlen zu toten und verletzten Verkehrsteilnehmer auf dieser Strecke. Ob dies
ein adäquates Mittel ist, hirnlose Raser darin zu hindern ihr eigenes und
fremdes Leben aufs Spiel zu setzen, darf bezweifelt werden. Das Damoklesschwert
in Gestalt von Streckensperrungen, zumindest an Wochenenden, für Motorradfahrer
schwebt schon lange über diesen herrlichen Kurven. Der Kesselberg zwischen
Kochel- und Walchensee lässt grüßen.
Weiter auf der B276 führt die Tour von Laubach nach Flensungen. Der folgende
Streckenabschnitt nach Ruppertenrod ist zwar sehr geradlinig, bietet dafür aber
eine herrliche Fernsicht in den Naturpark Hoher Vogelsberg. Auch die nächsten
Tourenkilometer bis Ulrichstein leben mehr von der schönen Landschaft als von
Kurvenreichtum.
Anschließend ging´s dann auf den
Schottenring.
Zunächst schön kurvig hinunter über Götzen nach Schotten und dann über
Langenmühle und Rudingshain wieder hinauf Richtung Feldkrücken. Diese Runde auf
der geschichtsträchtigen Rennstrecke lässt jedes Bikerherz höher schlagen. Nach
diesem Rundkurs führt die Tour weiterhin schön kurvig nach Breungeshain. Nach
einem schönen Abschnitt durch den Wald erreiche ich Sichenhausen. Wenige
Kilometer danach biege ich bei Hartmannshain links auf die B275 ein und komme
auf der kurvigen Strecke nach Grebenhain.
Die Bundesstraße zeigt sich auch
weiterhin von ihrer besten Seite. Sie bietet angenehmes Kurvenschaukeln in einer
wunderschönen Kulisse. Über Altenschlirf komme ich nach Herbstein. Kurz darauf
verlasse ich die Bundesstraße in Richtung Stockhausen und Blankenau. Ein
geteerter Feldweg bringt mich anschließend nach Hosenfeld.
Fast kurvenlos führt die Tour für ein kurzes Stück weiter nach Hauswurz. Die Strecke wird danach aber schnell wieder kurvig. Über die Hochebene mit sehr schöner Aussicht gelange ich nach Buchenrod. Der Streckenverlauf über Kellerei nach Flieden bleibt relativ kurvig. Eine schmale Ortsverbindungsstraße bringt mich über Rückers nach Hutten. Hier irgendwo zwischen Baum und Strauch geht die Hessische Rhön in den Hessischen Spessart über. Die Straße bleibt weiterhin recht schmal und verkehrsarm. Einsam auf einer kleinen Landstraße durch den Spessart – genau nach meinem Geschmack. So komme ich über Gundhelm und Hinkelhof nach Vollmerz. Über Sterbfritz, Breunings und Neuengronau komme ich auf der sehr angenehm zu fahrenden Landstraße zurück nach Jossa.
Karte zur Tour:
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