Motorradtour durch die Hallertau (Holledau)
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- Hopfendolden kurz vor der Pflücke
Das Hopfenland Hallertau - auch Holledau oder Hollerdau genannt - liegt im Herzen Bayerns und ist mit ca. 18.000 Hektar Anbaufläche das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Zwischen den riesigen Hopfengärten, mit ihren bis zu sieben Meter hohen Hopfenstangen, befinden sich oftmals Weizen- und Gerstenfelder. Man kann davon ausgehen, dass die Bierproduktion weltweit ein echtes Problem hätte, würde die Hallertau nicht Jahr für Jahr die wichtigsten Grundstoffe zur Bierherstellung liefern.
Die Hallertau, insbesondere die Region um Schrobenhausen, ist aber auch bei Spargelfreunden bestens bekannt. Die sandigen Böden rund um Schrobenhausen werden heute von ca. 600 Spargelanbauern genutzt. Der Schrobenhausener Spargel wird bei vielen Gourmets wegen seiner unverwechselbaren Qualität sehr geschätzt.
Für Motorradtouren eignet sich die sanfte Hügellandschaft der Hallertau auch ganz besonders. Ende August 2008 war ich in dieser Region unterwegs, also mitten in der etwa dreiwöchigen Erntezeit (Pflücke) von Ende August bis Mitte September. Die Tour verlief oft über schmale, verkehrsarme Landstraßen durch große Hopfengärten hindurch. Der Geruch des Hopfens liegt in der ganzen Region in der Luft.
Tourbeschreibung
Die Tour beginnt in Schrobenhausen und führt zunächst auf der Staatsstraße 2050 über Aresing und Unterweilenbach nach Junkenhofen. Kurvig und teilweise durch den Wald geht´s weiter nach Stadelham. Kurz darauf fahre ich durch Jetzendorf und folge dem kurvigen Verlauf der Landstraße nach Ainhofen. Angenehm kurvig geht es auch nach Ainhofen weiter nach Glonn. Durch die landschaftlich schöne Region führt die schmale und verkehrsarme Landstraße über Ebersbach nach Petershausen und bietet einen leicht kurvigen Verlauf.
Am Ortsende von Petershausen biege ich links ab und erreiche Steinkirchen. Über Langwaid bringt mich die schmale Landstraße anschließend nach Scheyern. Hier, in unmittelbarer Nähe von Pfaffenhofen an der Ilm, tauchen dann auch die ersten Hopfengärten am Straßenrand auf. Nach Pfaffenhofen geht es zunächst recht kurvenlos weiter in Richtung Wolnzach. Bei Rohrbach sorgen die großen, teilweise schon abgeernteten, Hopfengärten, wieder für eine prächtige Kulisse am Rande der Tour. Nach Rohrbach verlasse ich die gut ausgebaute Staatsstraße und folge der schmaleren und leicht kurvigen Landstraße nach Wolnzach. Der Duft des reifen Hopfens ist hier nicht zu „überriechen“. Für Interessierte bietet sich in Wolnzach ein Besuch des Deutschen Hopfenmuseums an.
Nach Wolnzach führt mich die Tour südwärts in Richtung Freising zur südlichen Abgrenzung der Hallertau. Zunächst bringt mich die Landstraße über Geroldshausen und Schweitenkirchen nach Kirchdorf an der Amper. Die kurvige Landstraße schlängelt sich immer wieder entlang der bis zu sieben Meter hohen Hopfenpflanzen. Vor Kirchdorf genieße ich auch den bisher schönsten und kurvigsten Abschnitt der Tour. Ziemlich geradlinig geht es weiter nach Burghausen, bevor es auf dem nächsten Abschnitt schön kurvig bergauf durch den Wald nach Wippenhausen geht. Anschließend folgt gleich wieder ein herrlicher Tourabschnitt. Die schmale Landstraße windet sich äußerst motorradfreundlich nach Freising. Es geht nur ein kurzes Stück durch Freising und ich verlasse die Große Kreisstadt sofort wieder in Richtung Palzing. Am nördlichen Stadtrand von Freising befindet sich der sehr schön gelegene Waldbiergarten Plantage, der sich für einen kurzen Zwischenstopp anbietet.
Über die Dörfer Haindlfing, Palzing, Wolfersdorf und Oberhaindlfing komme ich
nach Abens. Die Strecke ist sehr angenehm zu fahren, da sie mit ihren immer
wieder auftauchenden Kurven für Abwechslung sorgt. Der folgende Streckenabschnitt mit einer Länge von ca. fünf
Kilometer von Abens nach Au in der Hallertau bietet da schon weniger Fahrspaß.
Die Staatsstraße ist gut ausgebaut und bietet praktisch keine Kurven.
Von Au geht es durch ein kurzes aber kurviges Waldstück nach Grossgründling,
bevor es bis Nandlstadt und Gründl schon wieder etwas geradliniger wird. Die
Strecke von Gründl nach Mauer bietet dagegen wieder leichtes Kurvengeschlängel. Hier biege
ich dann links auf die landschaftlich schöne Strecke nach Hörgertshausen ab. Auf
dem nächsten Streckenabschnitt bis Grafendorf komme ich immer wieder an
den hoch aufgewachsenen Hopfengärten vorbei. Bis Kleingundertshausen bleibt die Straße
angenehm kurvig und bietet gelegentlich eine sehr schöne Fernsicht. Kurz darauf
biege ich rechts auf die Staatsstraße in Richtung Landshut ein. Nach knapp fünf
Kilometer verlasse ich die Staatsstraße wieder und nehme Kurs auf Pfaffendorf.
Die Straße wird etwas schmaler und bietet zudem einen recht kurvigen Verlauf.
Nach ca. zehn Kilometer biege ich für ein kurzes Stück auf die B299 ein um diese
bei Holzhausen gleich wieder zu verlassen. Kurvig geht es durch Hopfengärten
hindurch nach Obersüssbach und weiter nach Gammelsdorf.
Die nächsten Kilometer über Gündlkofen und Furth nach Rottenburg an der Laaber
machen wieder richtig Spaß. Dieser Streckenabschnitt ist überwiegend kurvig und
führt über eine verkehrsarme, schmale Landstraße.
In Rottenburg biege ich dann rechts in Richtung Neufahrn ab. Der folgende
Abschnitt bietet leider keine bis wenige Kurven. Erst als ich bei Asenkofen
links nach Schaltdorf abbiege wird die Strecke wieder etwas kurviger und bleibt
bis Alzhausen auch so. Auch der folgende Tourabschnitt zwischen Rohr und
Kirchdorf bietet sehr schöne Kurven. Über Pickenbach und Allmersdorf führt mich
die Route kurvig weiter nach Pürkwang. Kurz darauf biege ich wieder für ein
kurzes Stück auf die B299 ein. Anschließend erreiche ich Margarethenthann und
biege hier links Richtung Walkertshofen ab. Nach Walkertshofen nehme ich über
eine schmale kurvige Landstraße Kurs auf Mainburg. Dieser Teil der Route führt
oftmals durch die riesigen Hopfengärten hindurch und der Geruch der reifen
Hopfendolden ist allgegenwärtig.
Von Mainburg im Landkreis Kehlheim geht meine Fahrt weiter nach Pöbenhausen.
Hier erwartet mich eine traumhafte Kulisse entlang der perfekt in die Landschaft
eingebettete Landstraße.
Kurz darauf erreiche ich Rottenegg und biege rechts in die Staatsstraße Richtung
Zell ein. Dieser ca. vier Kilometer lange Abschnitt wird bestimmt nicht wegen
seines Kurvenreichtums in die Schlagzeilen geraten. Von Zell führen dann ein
paar lang gezogene Kurven nach Königsfeld, bis es dann wieder geradliniger nach Ronnweg geht. Hier in Ronnweg schickt mich mein Navi dann über eine Ministraße
nach Langenbruck. Zweifelnd folge ich den Anweisungen und erreiche tatsächlich
Langenbruck.
Über Puch führt mich die Tour weiter nach Pörnbach. Hier fahre ich auf die B13 und verlasse diese kurz vor Haimpertshofen wieder. Das nächste Stück über
Tegernbach bis zur B300 führt oftmals noch sehr schön entlang an Hopfengärten.
Die letzten zehn Kilometer der Tour führen über die B300 wieder zurück zum
Ausgangspunkt der Runde.
Karte zur Tour
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