Die Altmühl
Die Altmühl ist mit über 200 Kilometer Länge der einzige größere Fluss in Deutschland, der nach Südosten fließt. Die Altmühl entspringt ca. 430 Meter über dem Meeresspiegel. Bei Kelheim, wo die Altmühl in die Donau mündet, liegt sie nur knapp 100 Höhenmeter tiefer mit einer Wasserführung bis zu 111 Kubikmetern pro Sekunde.
Bevor der Mensch hier sesshaft wurde hatte die Altmühl ein ganz anderes
Gesicht:
Die Hänge waren mit Ausnahme der Felswände mit urwüchsigem Wald bedeckt und im
Talgrund breitete sich ein von unzähligen Mäandern und Altarmen durchzogener
Auwald aus. Vor allem im Mittelalter wurde der Wald gerodet, um für den Ackerbau
nutzbares Land zu gewinnen. Die Altmühl brachte durch ihre jährlichen
Überschwemmungen eine wertvolle Fracht: Fruchtbare Erde, die sich im
Überflutungsgebiet ablagerte. Blieben diese Hochwasser aus, gab es schlechte
Ernten.
In unserem Jahrhundert sah man diese jährlichen Naturereignisse eher mit großem Unbehagen und so begann man den Fluss zu regulieren. Mit dem Bau der Wasserstraßen "Ludwig-Donau-Main-Kanal" und dem in den siebziger Jahren begonnenen "Main-Donau-Kanal" bekam man das Hochwasser mehr und mehr in den Griff. Natur und Landschaftsbild des Altmühltals wurden dadurch allerdings jedoch erheblich verändet.
(Text einer Infotafel an der Hängebrücke in Essing)
Von Augsburg ins Altmühltal
Die Tour startet wenige Kilometer nördlich von Augsburg in Langweid am Lech. Über Wertingen geht es nach Höchstädt an der Donau. Die leicht kurvige Landstraße führt nach Hohenaltheim und die immer hügligere Landschaft zeigt den Weg ins Nördlinger Ries. Auf der B466 geht es weiter Richtung Gunzenhausen.
Am Ortsende von Ostheim rechts abbiegen Richtung Heidenheim und Treuchtlingen. Wunderbar enge Kurven auf dem Hahnenkamm führen über Heidenheim und Wolfsbronn nach Meinheim. Nahezu kurvenlos geht es weiter nach Treuchtlingen. Aber so kurz vor der kurvigen Strecke entlang der Altmühl lässt sich dies verkraften. Irgendwie muss man ja hinkommen.
Die Strecke quert die B2 und die Altmühl zeigt sich zum ersten Mal. Über Dollnstein geht es meistens entlang der Altmühl in herrlichen Kurven weiter nach Eichstätt. Danach wird das Tal sichtlich breiter. Bei Meihern verlässt die Route kurz den Verlauf der Altmühl. Aber es lohnt sich: In einem herrlich kurvigen Waldstück kommt man nach Sankt Gregor und weiter nach Gundlfing.
Wieder entlang der Altmühl oder sollte man besser sagen entlang dem Main-Donau-Kanal führt die Strecke nach Essing. In Essing lässt sich die längste Holzbrücke Europas bewundern.
In Kelheim fällt natürlich die von König Ludwig I erbaute Befreiungshalle sofort auf. Entlang des Donaudurchbruchs führt die Strecke recht kurvig durch den Wald nach Weltenburg, das hauptsächlich wegen des Klosters weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.
Über Neustadt an der Donau gelangt man auf die B16. Vorbei an Ingolstadt führt die Tour nach Neuburg an der Donau. In südlicher Richtung geht es über Pöttmes und Gundelsdorf wieder zurück zum Ausgangspunkt. Die Strecke ab Neuburg bietet mit dem teilweise kurvigen Streckenverlauf einen schönen Abschluss der Tour. Auf jeden Fall eine schönere Strecke als die Anfahrt.
Karte zur Tour:
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