Motorradtour durch die Kantone Uri und Schwyz (Schweiz)

Über den Klausenpass, Sattelegg, Brünigpass und Sustenpass

 

Bewertung

Bewertung

Tourlänge: ~ 300 km
Reine Fahrzeit: ca. 5 Stunden

Stand: Juli 2008

Leichter Punktabzug wegen kurzen, weniger attraktiven Abschnitten. Mit dem Sustenpass befährt man aber einen Alpenpass mit den schönsten Aussichten.

Weitere Tourbilder

Passhöhe am Klausen
Klausen Passhöhe Vergrößern
Ostrampe Klausen
Ostrampe Klausen, Blick auf Urnerboden  Vergrößern
Sihlsee
Am Sihlsee  Vergrößern
Steinsee
Steinsee am Susten  Vergrößern
Sustenpass
Ostrampe Sustenpass  Vergrößern
Meiental
Blick ins Meiental vom Sustenpass  Vergrößern
Meiental
Blick auf Meien  Vergrößern

Eine Motorradtour ab Andermatt über den Klausenpass und Sattelegg zum Vierwaldstättersee, weiter zum Brünigpass und Sustenpass

Teufelsbrücke
Teufelsbrücke Vergrößern
Reusstal
Reusstal  Vergrößern

Ich verlasse Andermatt Richtung Norden und komme nach wenigen hundert Metern zur Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht. Serpentinenartig führt die Strecke von der sagenumwobenen Brücke durch das Reusstal hinunter nach Göschenen. Kurz darauf bin ich in Wassen und folge der kurvigen Gotthardstraße nach Gurtnellen. Weiterhin kurvig präsentiert sich die Strecke über Intschi nach Amsteg durch das Reusstal . Entlang der Bahnlinie geht es leicht kurvig nach Erstfeld. Kiesgruben säumen den Weg bevor ich bei Altdorf Kurs auf den Klausenpass nehme. Die ca. 46 km lange Passstraße verbindet Altdorf (Kanton Uri) und Linthal im Kanton Glarus. Vom Kreisverkehr in Altdorf geht es zunächst nach Bürglen, dem Geburtsort von Wilhelm Tell. Hier finden sich auch ein lebensgroßes Denkmal und ein Museum zu Ehren des Schweizer Nationalhelden. Die Strecke steigt beständig an und bei Spiringen tauchen auch schon die ersten Kehren auf.

Klausenpass Westrampe
Klausenpass Westrampe Vergrößern
Westrampe Klausenpass
Westrampe am Klausen mit Blick ins Schächental  Vergrößern

Nach weiteren 14 km und ein paar einfach zu fahrenden Serpentinen erreiche ich kurz vor der eigentlichen Passhöhe das Hotel „Klausen Passhöhe“ mit schöner Aussichtsterrasse. Von hier hat man eine herrliche Aussicht auf die bereits zurückgelegte Anfahrt durch das Schächental. Nach Passieren der Passhöhe liegt die Abfahrt nach Linthal vor mir. Neben einer schönen Fernsicht ins Tal bietet die Ostrampe auch sehr schön zu fahrende Kehren. Die teilweise träge am Straßenrand stehenden Kühe sollten beim Kurvenschwingen allerdings stets beachtet werden. Kurz vor Linthal wartet die Strecke noch einmal mit ein paar Serpentinen auf.

Über Schwanden komme ich nach Glarus. Dieser Tourabschnitt über die Dörfer zieht sich etwas und mein Vorwärtsdrang wird durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h doch stark gebremst. Auch der vor mir liegende Tourabschnitt über Näfels und Reichenburg nach Siebnen bringt leider nicht den erhofften Fahrspaß. Kurven suche ich hier vergebens und somit kann dieses Stück ohne Übertreibung als langweilig bezeichnet werden.

Sattelegg
Sattelegg  Vergrößern
Gasthof Stalden
Gasthof bei Rickenbach  Vergrößern

In Siebnen hat der Spuk ein Ende und ich biege links ab in Richtung Pass Sattelegg. Schön kurvig geht es auf der relativ schmalen Straße nach Vorderthal. Die weitere Auffahrt zu dem auf 1198 m hoch liegendem Bergrestaurant an der Passhöhe macht richtig Spaß. Die engen Kurven in dieser wunderschönen Landschaft bieten angenehmen Fahrspaß, wobei nicht das Fahrtempo im Vordergrund steht. Da dieser Pass auch bei Radlern sehr beliebt ist sollte man hier gegenseitiger Rücksichtnahme ohnehin den Vorrang lassen. Nach einer kurzen Abfahrt erreiche ich Willerzell am Sihlsee. Ich fahre bis zur Südspitze des Sees und nehme dann Kurs auf Schwyz. Von Unteriberg führt die Straße angenehm kurvig hinauf nach Oberiberg. Der nächste Streckenabschnitt über Ibergeregg gleicht schon einer kleinen Passstraße. Bei der Abfahrt nach Rickenbach stören allerdings zahlreiche Bitumenflecken und –streifen mein Sicherheitsgefühl gehörig. In Rickenbach lädt das Cafe/Gasthaus Stalden mit seiner herrlichen Lage zu einer kleinen Pause ein.

Fähre auf dem Vierwaldstättersee
Auf der Fähre  Vergrößern
Lungerer See
Lungerer See  Vergrößern

Über Schwyz setze ich meine Fahrt fort und erreiche kurz darauf den Vierwaldstättersee. Nach kurzer Fahrt entlang des Nordufers setze ich bei Gersau mit der Fähre nach Beckenried über. Der Fährverkehr findet fast stündlich statt und auf der knapp 20-minütigen Überfahrt bleibt Zeit die herrliche Umgebung des Sees in Ruhe zu genießen.
Wieder mit festem Teer unter den Pneus führt mich die Route über Stans nach Sarnen. Entlang am Sarner See erreiche ich nach ein paar Kurvenschwüngen den Lungerer See. Am Südende des Sees beginnt die Auffahrt zum Brünigpass. Der kleine Pass schlängelt sich größtenteils durch den Wald hinauf auf gut 1000 m Höhe. Unterwegs hat man von einem Aussichtspunkt aus einen schönen Blick über den Lungerer See. Der kleine Pass ist wohl an den Wochenenden bei der Heizerfraktion ein beliebter Treffpunkt und entsprechend gut besucht. Zum Glück haben wir heute Donnerstag und mir bleibt dieses zweifelhafte Vergnügen erspart. Nach Brünig weist ein Schild den Weg zum Sustenpass und die Passstrecke bringt mich hinunter nach Meiringen.

Sustenpass
Westrampe Sustenpass  Vergrößern
Blick auf Steingletscher
Steingletscher  Vergrößern

Es geht weiterhin kurvig bergab und ich erreiche Innertkirchen. Ich folge der Wegweisung zum Sustenpass. Schon im Ort beginnt die ca. 27 km lange Auffahrt zur Passhöhe. Mein Blick schweift nach Süden und ich erkenne den Grimselpass. Aber jetzt geht es erst mal um den Sustenpass. Die ersten Kilometer führen herrlich kurvig durch den Wald über Nessental nach Fuhren. Nicht weniger Spaß macht das Teilstück über Gadmen nach Steingletscher. In Anbetracht der traumhaften Aussichten, die man hier genießen kann, ist es gar nicht so einfach, den Blick konzentriert auf dem Untergrund zu lassen. Hier und da mal einen kleinen Stopp einzulegen wäre vielleicht keine schlechte Idee. Die Fernsichten in die vergletscherte Bergwelt der Zentralschweiz sind einfach grandios. Vorbei am Steinsee erreiche ich die Passhöhe auf 2224 m. Die Abfahrt gestaltet sich recht einfach. Anfangs finden sich noch ein paar Kehren bevor sich die Straße ziemlich geradlinig ins eng eingeschnittene Meiental bohrt. Somit geht die Abfahrt zügig vonstatten und bietet gleichzeitig eine wunderschöne Fernsicht ins Tal. Nach insgesamt 46 traumhaften Kilometern über den Sustanpass erreiche ich Wassen. Auf der Gotthardstraße geht es die letzten knapp zehn Kilometer der Tour zurück nach Andermatt.

 

Karte zur Tour


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