Motorradtour durch den mittleren Thüringer Wald zum Viadukt in Stadtilm.

Talsperre Scheibe-Alsbach und Heyda, Ausflugsort Schmücke und Cafe Lenkgrund.

Bewertung

Bewertung - 6 Sterne

Streckenlänge: ~ 280 km
Reine Fahrzeit: ca. 5 1/2 Stunden

Einmal mehr konnte Thüringen voll überzeugen. Kurvige Landstraßen im satten Grün und Höhenstraßen mit einmaligen Fernsichten prägen diese perfekte Tour.

Stand: Mai 2009

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Zw. Waffenrod und Einsiedel
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Viadukt in Stadtilm
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Talsperre Heyda
Talsperre Heyda
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Beinerstadt
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Motorradtour durch den Thüringer Wald über den Rennweg zum Viadukt in Stadtilm

Eine erlebnisreiche Motorradtour durch das "grüne Herz Deutschlands". Durch den mittleren Thüringer Wald zur Talsperre Scheibe-Alsbach führt die Tour durch das Thüringer Schiefergebirge und oftmals über den Rennsteig zum Viadukt in Stadtilm. Ein kurzer Abstecher zur Talsperre Heyda und schon geht es auf dem Rennsteig weiter zum 912 m hoch gelegenen Ausflugsort Schmücke. Nach einem Cafe im Restaurant "Am Lenkgrund" in herrlicher Waldlage führen kurvige Landstraßen wieder zurück ins Oberfränkische Bad Rodach, dem Ausgangspunkt der Tour.

Fernsicht bei Hetschbach
Bei Hetschbach  Vergrößern
Bei Waffenrod
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Die Tour beginnt im Oberfränkischen Bad Rodach. Über Heldritt und dem thüringischem Hetschbach führt mich die Landstraße nach Veilsdorf. Zu Beginn der Route sind nur leichte Kurven angesagt, aber die Strecke bietet gleich ein paar schöne Fernsichten.
Nach Schackendorf schlängelt sich das Teerband zunächst entlang des Bahndamms und ich erreiche wenig später Crock am Südhang des Thüringer Waldes.
Angenehme Kurven führen durch den Wald hinauf nach Waffenrod. Nicht weniger kurvig geht es anschließend wieder hinunter nach Einsiedel. Am Ortsbeginn von Heubach biege ich links nach Schnett ab um die recht lange Ortsdurchfahrt zu vermeiden

Zwischen Schnett u. Massethal
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Talsperre Scheibe-Alsbach
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Oftmals durch den Wald bzw. entlang des Waldrandes komme ich auf der schmalen Landstraße zum Abzweig Richtung Massethal.
Angenehme Kurven begleiten mich auf dem folgenden Streckenabschnitt, der überwiegend durch den dichten Wald führt. Ich erreiche Massethal und nehme Kurs auf die Talsperre Scheibe-Alsbach.

Ich staune nicht schlecht, als sich bei Goldisthal eine zweispurige Straße äußerst motorradfreundlich auf über 800 m üNN windet. Schnell ein Brikett nachgelegt und die knapp 100 PS meiner japanischen Begleiterin freuen sich über etwas Mehrarbeit an diesem Vormittag. Leider ist der Spaß nur von kurzer Dauer und es geht hinunter nach Scheibe-Alsbach. Nach einem kurzen Fußmarsch erreiche ich die ruhig und idyllisch gelegene Talsperre, die von der Schwarza gespeist wird und der Trinkwasserversorgung des nahe gelegenen Neuhaus dient.

Rennweg bei Neuhaus
Rennweg b. Neuhaus Vergrößern
Rennsteig bei Neuhaus
Rennsteig b. Neustadt Vergrößern

Über Limbach und Steinheid führt die Tour weiter über den Rennsteig durch das Thüringer Schiefergebirge nach Neuhaus. Das Bergauf und -ab wird von ein paar schönen Kurven begleitet und so erreiche ich einen der höchst gelegenen Orte Thüringens. Ich verlasse Neuhaus Am Rennweg Richtung Norden und erreiche auf diesem sehr schönen Streckenabschnitt wenig später Cursdorf. Über Meuselbach und Schwarzmühle werde ich weiterhin angenehm kurvig nach Katzhütte gelotst.

Durch das dichtbewaldete Thüringer Schiefergebirge komme ich nach Altenfeld im Ilm-Kreis. Hier geht das Schiefergebirge unmerklich in die Gebirgsregion des Thüringer Wald über. Schräglagenfreundlich führt der nächste Tourabschnitt nach Kahlert. Auf ca. 800 m Höhe komme ich anschließend über die Höhenstraße nach Neustadt Am Rennsteig und genieße unterwegs ein paar schöne Aussichten.

Bei Solsdorf
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Rathaus in Stadtilm
Rathaus in Stadtilm Vergrößern

Ich verlasse Neustadt Am Rennsteig und die Strecke führt herrlich kurvig durch den Wald nach Gehren. Über Pennewitz und Dörnfeld komme ich nach Königsee, wo mein Vorwärtsdrang durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h etwas ausgebremst wird. Ich folge der B88 bis Leutnitz und biege hier Richtung Solsdorf ab. Die einsame Landstraße schlängelt sich durch das satte Grün des Waldes über Solsdorf und Hengelbach nach Paulinzella. Für Interessierte bietet sich hier die Ruine der Klosterkirche des ehemaligen Benediktinerklosters für eine Besichtigung an. Der weitere Tourverlauf behält seinen kurvigen Charakter und führt mich über Geilsdorf nach Großliebringen, wo es die älteste erhaltene Wasserburg in Thüringen zu bestaunen gibt.

Nach einem kurzen Stück auf der B90 erreiche ich Stadtilm. Bei der Fahrt durch die Kleinstadt fällt zunächst das imposante Rathaus auf, welches ungewöhnlicher weise direkt an der Straße liegt und nicht an einem großen Platz. Ein paar Radumdrehungen später fahre ich auf den über 200 m langen Viadukt zu. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die bis zu sieben Meter breite Eisenbahnbrücke errichtet um das Ilmtal zu überbrücken.

Strecke bei Heyda
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Waldhotel Schmücke
"Schmücke" Vergrößern

Über Niederwillingen komme ich auf der verkehrsarmen Landstraße zur Talsperre Heyda. Eine kleine Pause ist angesagt und die Aussicht über den Stausee lohnt die paar Schritte. Holprig geht es nach Heyda durch die herrliche Landschaft über Martinroda nach Geraberg. Entspannt bringt mich die B88 anschließend nach Gräfenroda.
Hier erwartet mich ein ganz besonderes Schmankerl dieser Tour. Auf den nächsten sieben Kilometern schlängelt sich das Asphaltband stetig nach oben ins 720 m hoch gelegene Gehlberg. Aber damit noch nicht genug: Kurz darauf erreiche ich den traditionsreichen Ausflugsort mit Waldhotel Schmücke. Das Ausflugsziel am Rennsteig bietet auf 912 m Höhe herrliche Fernsichten in den Thüringer Wald. Wer es noch ein bisschen höher mag, sollte den nahe gelegenen Schneekopfgipfel besuchen. Dort wurde im Juni 2008 ein neuer Aussichtsturm eingeweiht, dessen Plattform genau auf 1001 m Höhe liegt. Somit hat Thüringen seinen ersten „Tausender“.

Bei Frauenwald
Bei Frauenwald Vergrößern
Blick auf Steinbach
Strecke bei Steinbach Vergrößern

Ähnlich schön, wie es nach oben ging, geht es über den Rennsteig die nächsten 13 Kilometer wieder hinunter nach Frauenwald. Kurz vor Frauenwald lockt das Cafe und Restaurant „Am Lenkgrund“ seine Gäste mit seiner idyllischen Lage im dichten Fichtenwald. Wer dieser Versuchung widerstehen konnte findet sich wenig später zwischen blühenden Blumenwiesen wieder. Es ist schon ein besonderer Genuss hier oben die Ruhe und Abgeschiedenheit auf dem Motorrad zu genießen. Immer wieder wird der Blick für wunderschöne Aussichten in den Thüringer Wald frei.

Über Steinbach komme ich nach Waldau. Anschließend führt die Straße vorbei an der Talsperre Ratscher und schon ist erneut für den perfekten Motorradgenuss angerichtet. Auf idealem Untergrund streiten sich die aneinander gereihten Biegungen um den Titel für die „Kurve des Tages“. Als ich endlich Schleusingen erreiche macht sich in mir ein wohliges Gefühl der Zufriedenheit breit. In Schleusingen nehme ich den Abzweig nach Rappelsdorf. Der vor mir liegende Tourabschnitt steht den letzten Kilometern fast in nichts nach. Über Kloster Vessra und Themar komme ich auf der in hervorragendem Zustand befindlichen Landstraße nach Beinerstadt.

Auch der letzte Tourabschnitt über Reurieth, Bedheim und Streufdorf enttäuscht nicht. Zahlreiche Schwünge begleiten mich auf meinem Weg nach Bad Rodach und ein wunderbarer Tourtag neigt sich langsam dem Ende zu.

Karte zur Tour:


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